Wer ist St. Florian?

St. Florian-Platz

Na klar, das ist der Schutzpatron der Feuerwehrleute, werden die meisten antworten. Vielleicht wissen auch noch einige, dass der 4. Mai der Namenstag von Florian ist. Und im Festlogo zum 110-jährigen Bestehen der Feuerwehr ist er zentrales Element.
Die deutschen Feuerwehren verwenden ihn seit mehr als 40 Jahren als Rufnamen im Funkverkehr. Seine Geschichte ist die vieler zum christlichen Glauben übergetretener Römer: Er wird verfolgt, ertränkt – und später von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Dass er Schutzpatron der Feuerwehren wurde, kann als Zufall gewertet werden.
Wieso ist Florian aber unser Schutzpatron? 
Nachdem Florian (Florianus) als Christ das für ihn als römischen Offizier, wenn auch im Ruhestand, vorgeschriebene Götteropfer in Lauriacum (Lorch a. d. Enns) verweigert hatte, wurde er, mit einem Stein beschwert, am 4. Mai 304 in die Enns gestürzt. „Der Leichnam sei mitsamt dem schweren Stein aus dem Fluss aufgetaucht und ein Adler habe ihn gegen die Heiden bewacht.“
Die Legende berichtet, eine Witwe Valeria habe den Leichnam geborgen und ihn auf einem Wagen zur Bestattung fortgeführt, doch die beiden Ochsen, die das Gefährt mit seinem Leichnam zogen, seien vor Durst ermattet. Auf das Gebet der Valeria hin sei auf wunderbare Weise eine Quelle entsprungen. Florianus wurde bei den Buchenwäldern des Ipftales (Oberösterreich) bestattet. Dort erhebt sich heute das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian, das bereits im 8. Jahrhundert erwähnt wurde. Dieses Kloster ist der Ort, von dem sich die Verehrung des St. Florian in den deutschsprachigen Raum ausbreitete. 
Als Wasserheiliger ist Florian zum Patron bei Wasser- und Feuersgefahr geworden. Die spätere Legende verstand den Ursprung des Feuerpatronates nicht mehr und bildete Löschlegenden heraus, die aber nicht als begründet anzusehen sind. 
St. Florian war also eigentlich ein Wasserheiliger und ist erst über das Wasser als Hauptlöschmittel zum Patron der Feuerwehren geworden.
St. Florian-Platz
Zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und dem Alten Friedhof haben vier Kameraden der Einsatzabteilung einen neuen Platz mit zwei Bänken und einem Tisch angelegt. Mit dem „St. Florian-Platz“ ist es gelungen, den Bürgerinnen und Bürgern eine weitere Möglichkeit der Kommunikation sowie zum gemütlichen Beisammensein zu geben.